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Warum gute Manager nicht automatisch gute Führungskräfte sind

  • Autorenbild: Stephan Toff
    Stephan Toff
  • 26. Juli
  • 4 Min. Lesezeit
reppe als Symbol für den Weg vom Manager zur Führungspersönlichkeit und persönliche Weiterentwicklung in der Führung.
Der Weg von einer guten Führungskraft zur echten Führungspersönlichkeit beginnt mit der Bereitschaft, sich selbst weiterzuentwickeln.

Viele Führungskräfte leisten täglich Enormes. Sie planen, organisieren, koordinieren, lösen Probleme und sorgen dafür, dass Termine eingehalten werden. Kurz gesagt: Sie managen.


Trotzdem höre ich in Coachings immer wieder dieselben Aussagen:

"Meine Mitarbeitenden übernehmen zu wenig Verantwortung."

"Ich muss alles selbst kontrollieren."

"Veränderungen stossen ständig auf Widerstand."


Die Ursache liegt häufig nicht bei den Mitarbeitenden. Sie liegt in der Art, wie geführt wird.


Management und Führung werden oft gleichgesetzt. Dabei erfüllen sie unterschiedliche Aufgaben. Beides ist wichtig. Doch wer langfristig motivierte Mitarbeitende, eine gesunde Unternehmenskultur und nachhaltigen Erfolg schaffen möchte, muss den Schritt vom guten Manager zur echten Führungspersönlichkeit schaffen.



Management und Führung sind keine Gegensätze


Zunächst eine wichtige Klarstellung: Ein Unternehmen braucht beides.

Ohne Management entstehen Chaos, ineffiziente Abläufe und unklare Verantwortlichkeiten. Ohne Führung fehlt Orientierung, Motivation und Weiterentwicklung.


Die Frage lautet deshalb:

Welche Rolle nimmt in Deinem Führungsalltag den grössten Raum ein?

Management

Führung

schafft Struktur

gibt Orientierung

plant und organisiert

entwickelt Menschen

überwacht Prozesse

schafft Vertrauen

steuert Ressourcen

vermittelt Sinn

sorgt für Effizienz

fördert Eigenverantwortung

reduziert Risiken

ermöglicht Innovation

Eine gute Führungspersönlichkeit beherrscht beide Welten. Sie weiss, wann Prozesse wichtig sind und wann Menschen im Mittelpunkt stehen.



Würden Dir Deine Mitarbeitenden auch ohne Deine Funktion folgen?


Diese Frage wirkt zunächst provokativ.

Sie gehört jedoch zu den wichtigsten Fragen überhaupt.


Menschen folgen selten einer Position. Sie folgen Menschen, denen sie vertrauen.

Natürlich schafft eine Führungsfunktion Autorität. Doch Vertrauen entsteht durch das tägliche Verhalten.


Mitarbeitende beobachten sehr genau:

  • Hält die Führungskraft ihre Zusagen ein?

  • Bleibt sie auch unter Druck respektvoll?

  • Trifft sie nachvollziehbare Entscheidungen?

  • Lebt sie die Werte vor, die sie einfordert?


Genau daraus entsteht Glaubwürdigkeit.

Und Glaubwürdigkeit ist die Grundlage jeder wirksamen Führung.



Warum Management allein heute nicht mehr genügt


Die Arbeitswelt hat sich verändert.

Früher standen klare Hierarchien im Vordergrund. Informationen flossen von oben nach unten. Entscheidungen wurden zentral getroffen.


Heute erwarten Mitarbeitende etwas anderes.

Sie möchten verstehen, weshalb Veränderungen notwendig sind.

Sie möchten Verantwortung übernehmen.

Sie möchten sich entwickeln.

Sie möchten ihre Ideen einbringen.


Wer heute hauptsächlich kontrolliert, erzeugt häufig genau das Gegenteil von dem, was er erreichen möchte: Unsicherheit, Abhängigkeit und Dienst nach Vorschrift.


Eine Führungspersönlichkeit schafft hingegen ein Umfeld, in dem Menschen Verantwortung übernehmen wollen.



Fünf Schritte auf dem Weg zur Führungspersönlichkeit


1. Gib Orientierung statt nur Ziele vorzugeben

Kennzahlen sind wichtig.

Sie sagen jedoch lediglich, was erreicht werden soll.

Eine Vision erklärt, warum sich der gemeinsame Einsatz lohnt.


Menschen engagieren sich langfristig für einen Sinn.

Wer Orientierung vermittelt, schafft Motivation auch dann, wenn der Weg anspruchsvoll wird.


2. Ersetze Kontrolle durch Vertrauen

Viele Führungskräfte kontrollieren, weil sie Verantwortung tragen.

Das ist verständlich.

Doch Kontrolle erzeugt häufig Abhängigkeit.


Vertrauen fördert Eigenverantwortung.

Vertrauen bedeutet übrigens nicht, alles laufen zu lassen. Es bedeutet, klare Erwartungen zu formulieren, Verantwortung zu übertragen und Unterstützung anzubieten, wenn sie benötigt wird.


3. Entwickle Menschen statt Aufgaben

Eine der wichtigsten Aufgaben einer Führungskraft besteht darin, Menschen besser zu machen.


Frage Dich regelmässig:

  • Welche Stärken erkenne ich bei meinen Mitarbeitenden?

  • Welche Aufgaben fördern ihre Entwicklung?

  • Welche Verantwortung kann ich bewusst übertragen?


Jede delegierte Verantwortung ist gleichzeitig eine Investition in die Zukunft Deines Unternehmens.


4. Höre mehr zu

Viele Führungskräfte glauben, gute Kommunikation bedeute, klare Anweisungen zu geben.

In Wirklichkeit beginnt gute Kommunikation mit Zuhören.


Wer zuhört,

  • versteht Zusammenhänge besser,

  • erkennt Konflikte früher,

  • gewinnt Vertrauen und

  • entwickelt gemeinsam bessere Lösungen.


Oft reichen wenige gezielte Fragen, damit Mitarbeitende selbst auf tragfähige Lösungen kommen.


5. Sei Vorbild, besonders dann, wenn es schwierig wird

Führung zeigt sich dann, wenn Termine platzen, Fehler passieren oder Unsicherheit entsteht.

Gerade in solchen Situationen orientieren sich Mitarbeitende an ihrer Führungskraft.


Bleibst Du ruhig?

Kommunizierst Du offen?

Übernimmst Du Verantwortung?

Oder suchst Du Schuldige?


Dein Verhalten prägt die Kultur Deines Teams stärker als jedes Leitbild.



Ein Beispiel aus der Praxis


Ein Teamleiter eines KMU führte sein Team sehr gewissenhaft.

Jede Entscheidung lief über seinen Schreibtisch.

Die Qualität war hoch, gleichzeitig warteten die Mitarbeitenden bei jeder Unsicherheit auf seine Freigabe.


Das Ergebnis:

Der Teamleiter arbeitete ständig am Limit.

Das Team entwickelte sich kaum weiter.


Gemeinsam arbeiteten wir an einer einfachen Veränderung.

Er definierte klare Verantwortlichkeiten, delegierte bewusst Entscheidungen und führte regelmässige Gespräche über Entwicklung statt ausschliesslich über Aufgaben.


Nach wenigen Monaten traf das Team deutlich mehr Entscheidungen selbstständig. Die Motivation stieg und der Teamleiter gewann Zeit für strategische Themen.



Führung beginnt bei Dir selbst


Viele Führungskräfte suchen nach neuen Methoden.

Dabei beginnt gute Führung viel früher.

Bei der eigenen Haltung.


Frage Dich deshalb ehrlich:

  • Schaffe ich Orientierung oder hauptsächlich Aufgaben?

  • Fördere ich Eigenverantwortung oder Kontrolle?

  • Entwickle ich Menschen oder löse ich ihre Probleme?

  • Würden meine Mitarbeitenden mir auch ohne meine Funktion vertrauen?


Diese Fragen bilden den Ausgangspunkt jeder persönlichen Weiterentwicklung als Führungskraft.



Fazit

Management sorgt dafür, dass Prozesse funktionieren.

Führung sorgt dafür, dass Menschen ihr Potenzial entfalten.


Beides ist notwendig.


Doch Unternehmen, die auch morgen erfolgreich sein wollen, brauchen Führungspersönlichkeiten, die Vertrauen schaffen, Verantwortung fördern und Veränderungen aktiv gestalten.


Der Weg dorthin beginnt mit der Bereitschaft, sich selbst weiterzuentwickeln.



Führung beginnt bei Dir


Als Businessbegleiter unterstütze ich Geschäftsführer, Unternehmer und Führungskräfte dabei, ihren persönlichen Führungsstil weiterzuentwickeln.


Gemeinsam arbeiten wir unter anderem an:

  • einer klaren Führungsrolle

  • wirksamer Kommunikation

  • mehr Eigenverantwortung im Team

  • einer Unternehmenskultur, die Vertrauen schafft

  • nachhaltiger Führung, die Menschen und Unternehmen stärkt


Welche Wege du gehen kannst, um Vertrauen, Eigenverantwortung und Zusammenarbeit zu stärken, erfährst Du auf meiner Seite Leadership & Team → Link


Wenn du dich als Führungskraft weiterentwickeln willst, schau meiner Seite Persönliche Einzelberatung reinLink


👉 Melde Dich gerne für ein kostenloses und unverbindliches Gespräch. Link


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