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Wirtschaft braucht ein „Wir“ – Warum Machtspiele und Silodenken Unternehmen schwächen

  • Autorenbild: Stephan Toff
    Stephan Toff
  • 31. Jan.
  • 3 Min. Lesezeit

Das Wort „Wir“ steckt in „Wirtschaft“. Doch wie viel echtes „Wir“ gibt es in Unternehmen wirklich?


Hände halten eine Papierkette als Symbol für Zusammenarbeit und Wir-Kultur.
Echte Wir-Kultur entsteht durch Zusammenarbeit statt Machtspiele und Silodenken.

Während Leitbilder von Zusammenarbeit, Teamgeist und gemeinsamem Wachstum sprechen, zeigt der Alltag häufig ein anderes Bild. Machtspiele, politisches Taktieren, Rivalitäten zwischen Abteilungen und verfilzte Strukturen führen dazu, dass das „Ich“ das „Wir“ verdrängt. Genau dann verlieren Unternehmen an Agilität, Innovationskraft und Vertrauen.


Wie es dazu kommt und was Unternehmen konkret tun können, schauen wir uns genauer an.



Machtspiele: Wenn Status wichtiger wird als Fortschritt


In vielen Organisationen tobt ein stiller Kampf um Einfluss. Es geht nicht um die beste Idee, sondern darum, wer sich durchsetzt. Entscheidungen werden nicht immer getroffen, weil sie sinnvoll sind, sondern weil sie intern geschickt platziert wurden.


Die Folgen sind spürbar:

  • Innovation wird ausgebremst, weil neue Ideen Machtstrukturen infrage stellen.

  • Entscheidungen verzögern sich, weil politische Kalküle wichtiger sind als Lösungen.

  • Fachliche Kompetenz rückt in den Hintergrund, wenn Hierarchie und Status dominieren.


Machtspiele vergiften die Kultur.


Wo Angst herrscht, Fehler zuzugeben oder Ideen zu teilen, entsteht weniger Miteinander und mehr Rückzug. Genau dieses Muster beschreibe ich auch in meinem Blog „Wieviel Hierarchie braucht ein Unternehmen wirklich“ und wann Hierarchie schädlich sein kann.



Silodenken: Wenn Abteilungen gegeneinander statt miteinander arbeiten


Silodenken entsteht, wenn Teams ihre Ziele über die Ziele des Unternehmens stellen. Jedes Team optimiert seine eigene Welt, oft auf Kosten des grossen Ganzen.


Typisch ist:

  • Informationen werden selektiv geteilt, weil andere Abteilungen als Konkurrenz gelten.

  • Projekte scheitern, weil niemand die Gesamtperspektive hält.

  • Mitarbeitende erleben eine Kultur, in der jeder für sich kämpft.


Das Ergebnis: Reibungsverluste, ineffiziente Abläufe und verpasste Chancen.


Wie wichtig es wäre, das grosse Ganze im Blick zu behalten, thematisiere ich auch in meinem Beitrag „Strategie – am Ende gibt’s keine Ziellinie“, wo es um gemeinsame Ausrichtung und langfristiges Denken geht. → Link



Verfilzte Strukturen: Wenn Beziehungen wichtiger sind als Kompetenz


Ein dritter, oft unterschätzter Faktor sind inoffizielle Netzwerke und Beziehungsgeflechte, die mehr Macht besitzen als Rollen oder Verantwortung.


Solche Strukturen erkennt man an:

  • Positionen, die nicht nach Kompetenz, sondern nach Nähe besetzt werden

  • Entscheidungen, die informell statt fachlich getroffen werden

  • Innovationsblockaden, weil bestehende Machtachsen nicht gefährdet werden sollen


Das Problem dabei: Unternehmen verlieren ihre Anpassungsfähigkeit. Wer Entwicklungen verschläft, weil interne Netzwerke wichtiger sind als gute Ideen, gefährdet langfristig Marktposition und Kultur.



Wie das „Wir“ wieder in die Wirtschaft zurückkehrt


Ein starkes „Wir“ entsteht nicht zufällig. Es ist eine bewusste Entscheidung von Führung und Organisation.


Transparenz statt Taktik

Offene Kommunikation, klare Entscheidungsprozesse und nachvollziehbare Verantwortlichkeiten schaffen Vertrauen.


Kooperation statt Abgrenzung

Abteilungen brauchen gemeinsame Ziele, echte, nicht dekorative.


Kompetenz statt Politik

Rollen sollten nach Können vergeben werden, nicht nach Beziehungen.


Verantwortung statt Kontrolle

Führungskräfte, die Freiräume schaffen, ermöglichen Engagement, Kreativität und Eigenverantwortung.


Gemeinsames Wachstum statt Einzelinteressen

Unternehmen, die langfristig denken, stärken das Kollektiv, nicht politische Machtblöcke.


Diese Dynamiken sind auch zentrale Themen im Leadership & Team Coaching, wo ich mit Teams genau an diesen Schnittstellen arbeite: Zusammenarbeit stärken, Rollen klären, Silos auflösen. → Link



Eine Wirtschaft, die das „Wir“ lebt


Ein starkes „Wir“ ist kein Soft-Faktor, sondern ein Wettbewerbsfaktor. Es stärkt Zusammenarbeit, Effizienz, Innovationskraft und Resilienz.


Doch dafür braucht es Räume, in denen Mitarbeitende offen sprechen können, Strukturen, die Transparenz ermöglichen, und Führung, die Menschen verbindet statt trennt.


Wenn du dein Unternehmen reflektieren möchtest, unterstütze ich dich gerne, um Muster zu erkennen und deine Wirkung zu stärken. → Link



Wie stark ist das „Wir“ in deinem Unternehmen?


Werden Entscheidungen gemeinsam getroffen oder von internen Interessen geleitet? Wie offen ist euer System für neue Ideen? Wo blockieren Silos Entwicklung? Und wie schnell spürt dein Unternehmen Konflikte zwischen „Ich“ und „Wir“?


Wenn du ein stärkeres Wir-Gefühl etablieren und Machtspiele sowie Silodenken reduzieren möchtest, lass uns darüber sprechen. Hier kannst du dir unverbindlich einen Termin sichern.

 
 

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